Über mich
Philipp.
Ich bin Philipp — auf Instagram als @pippoprobiert unterwegs. Dort kläre ich seit längerem öffentlich über ARFID auf — über eine Essstörung, die viele Familien betrifft, über die aber kaum jemand spricht. In meinem Coaching arbeite ich mit Eltern, die merken: Es reicht nicht mehr, abzuwarten.
Hintergrund
Ich bin Pippo, 42 Jahre alt, Vater von zwei Kindern — und ich lebe seit meiner Kindheit mit ARFID. Daraus ist mein Wunsch entstanden, über ARFID aufzuklären, damit betroffene Kinder es heute leichter haben sollen, als ich es rückblickend hatte.
Mein Anliegen: Menschen mit ARFID und ihre Familien sollen sich weniger allein fühlen. Verzweifelte Eltern sollen sich gesehen fühlen und ermutigt werden, ihr Kind durch ARFID zu begleiten — so schwer das oft ist. Und vor allem soll die Gesellschaft endlich verstehen, dass hinter diesem Verhalten mehr steckt als nur „wählerisch sein".
Meine Geschichte mit ARFID
Schon als Kind war Essen für mich Stress. Die meisten Lebensmittel waren für mich ungenießbar. Ich fühlte mich oft fehl am Platz. Essen war nie ein alltägliches Thema, sondern eines, das mit Druck und Unsicherheit verbunden war.
In der Schule, bei Freund:innen, auf Partys oder im Urlaub — Essen war nie einfach Essen. Es brauchte Planung und Erklärungen. Ich habe früh gelernt, Situationen zu vermeiden oder mich irgendwie durchzumogeln. Lange dachte ich, ich sei einfach „komisch" oder „schwierig".
„Erst Jahrzehnte später habe ich verstanden, dass das, was ich erlebe, einen Namen hat: ARFID."
Ich habe verstanden, dass es nicht ums Nicht-Wollen geht — sondern oft ums Nicht-Können. Diese Erkenntnis hat nicht alles auf einmal gelöst, aber sie hat mir Kontext gegeben. Mit etwa 40 Jahren wurde mir klar, dass ich nicht allein bin. Was ich mein Leben lang als „anders sein" erlebt habe, ist für viele Menschen ein täglicher Kampf.
Seit 2025 spreche ich offen darüber. Anfangs, um mir selbst zu helfen — aber innerhalb weniger Wochen merkte ich, wie viele Menschen sich in meinen Erfahrungen wiedererkennen. Wie viele Eltern Erleichterung empfinden, wenn sie verstehen, was hinter dem Verhalten ihres Kindes steckt. Und wie groß das Bedürfnis ist, ehrlich darüber zu sprechen — ohne Druck, ohne Schuldzuweisung und ohne falsche Versprechen.
Mein Blick heute
Neben ARFID bin ich vor allem Vater von zwei wundervollen Kindern. Selbst die „Nudel-Phase", die jedes Elternteil kennt, hat sich für mich aufregend angefühlt — weil ich mir Sorgen um die Nährstoffe meiner Kinder gemacht habe.
Als ausgebildeter Grundschullehrer habe ich beobachtet, wie schnell Kinder mit besonderen Herausforderungen heute noch missverstanden werden — und wie aus dem Schulalltag tägliche Ess-Herausforderungen entstehen können.
Heute verbinde ich diese Perspektiven: meine eigene Erfahrung, meinen Blick als Vater und mein Verständnis aus dem pädagogischen Bereich. Nicht perfekt. Aber ehrlich. Und nah am echten Leben.
Offen sprechen
Verstanden werden
Gemeinsam stark sein
Haltung
ARFID wird oft kleingeredet — als „Phase", als „wählerisches Essen", als Erziehungsthema. Das ist es nicht. ARFID ist eine anerkannte Essstörung, die ohne Begleitung langfristige Spuren hinterlassen kann: körperlich, sozial und emotional. Gleichzeitig ist die Botschaft, mit der ich arbeite, eine zutiefst hoffnungsvolle: Mit Verständnis, Geduld und den richtigen Schritten kommt Bewegung in Situationen, die festgefahren wirken.
Mein Zugang ist nicht „Iss das jetzt". Mein Zugang ist: Verstehen, was dein Kind braucht — und gleichzeitig dich als Elternteil entlasten. Denn wer Kinder durch ARFID begleitet, trägt selbst eine enorme Last. Diese Last gehört in den Coaching-Raum.
Mission & Methode
Es geht nicht darum, perfekte Lösungen zu präsentieren. Es geht darum, Verständnis zu schaffen und Druck zu nehmen. Ich möchte Wege aufzeigen, die sich realistisch anfühlen — und dabei die emotionale Welt der Betroffenen und ihres Umfelds in den Blick nehmen.
Ich teile meine Erfahrungen, Gedanken und Strategien. Nicht als Therapie, sondern als Unterstützung aus dem echten Leben. Ich möchte einen Raum schaffen, in dem Betroffene und ihre Familien sich gesehen fühlen — ohne Scham, ohne Rechtfertigung. Daraus ergibt sich auch, wie ich im Coaching arbeite:
Aufklärend
Wissen ist die Grundlage. Du verstehst, was bei deinem Kind passiert — und warum altbekannte Tipps oft nicht greifen.
Beziehungsorientiert
Beziehung kommt vor Bissen. Ohne Druck, ohne Zwang, ohne Bestrafung. Vertrauen ist die Voraussetzung dafür, dass dein Kind wieder offener werden kann.
Alltagstauglich
Keine Ratgeber-Theorie. Du gehst aus jeder Session mit etwas raus, das du beim nächsten Frühstück anwenden kannst.
Eltern-zentriert
Mein Coaching richtet sich an dich als Elternteil. Du bist die Person, die jeden Tag mit deinem Kind am Tisch sitzt — also fängt Veränderung bei dir an.
Transparenz
Damit klar ist, was du erwarten kannst — und was nicht:
- Ich bin kein Arzt und kein Therapeut. Coaching ersetzt keine medizinische oder therapeutische Behandlung. Bei akuten gesundheitlichen Sorgen sprich bitte zusätzlich mit Kinderärzt:in oder Therapeut:in.
- Ich verspreche keine schnellen Ergebnisse. ARFID-Begleitung ist ein Prozess — dafür sind die Schritte, die wir gemeinsam gehen, dauerhaft tragfähig.
Mehr von mir
Auf Instagram teile ich regelmäßig Aufklärung, Einblicke und Gedanken rund um ARFID.
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